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Um exakte und reproduzierbare Ergebnisse in einem Tierversuch zu erhalten und um die Tierzahl gering zu halten, müssen die im Versuch eingesetzten Tiere einen hohen hygienisch-mikrobiologischen Standard erfüllen. Dieser mikrobiologische Status der Tiere muss auch während des Versuches laufend überprüft werden.

Die für einen Nagertierbestand relevanten mikrobiologischen Keime sind in den FELASA Empfehlungen publiziert (Laboratory Animals, 2002,36: 20-42).

Um in einem Nagertierbestand den mikrobiologischen Gesundheitszustand zu überprüfen, werden einige Tiere als Stichprobe einer so genannten Ganztieruntersuchung unterzogen. Dazu werden diese Tiere in einer Tötungskammer mit CO² narkotisiert und getötet, es wird ihnen Blut entnommen und anschliessend werden die Tiere einer Sektion unterworfen.

Tierbestände von grösseren Tieren (Hunde, Minipig, Affen) sollten mikrobiologisch durch die Untersuchung von Kotproben überprüft werden, dabei wird im Allgemeinen gezielt nach bestimmten Krankheitserregern gesucht.

Abstriche vom lebenden Tier aus dem Nasen- und Rachenbereich, Haut bzw. Fell können ebenso für Untersuchungen herangezogen werden. Weitere Details können den FELASA Empfehlungen entnommen werden (Laboratory Animals, 1998, 32: 1-18; Laboratory Animals, 1999, 33: 1-38)

Meist führen Infektionen nicht zu sichtbaren klinischen Erkrankungen, sondern verlaufen subklinisch inapparent. Gerade weil diese latent verlaufenden Infektionen nicht sichtbar sind, darf der Forschende nicht vergessen, dass Mikroorganismen einen gravierenden Einfluss auf die Ergebnisse seiner Tierversuche haben können. Ausser Infektionen können auch äussere (Umwelt) und genetische Faktoren, sowie deren Interaktionen die Versuchstiere beeinflussen und damit die Aussagekraft und Ergebnisse von Experimenten, die mit diesen nicht optimalen Tieren durchgeführt wurden. Es gibt zahlreiche Beispiele für den Einfluss von Mikroorganismen auf die Physiologie der Versuchtiere (Veränderungen im Verhalten der Tiere, im Wachstumsverhalten, bei Organgewichten, bei der Immunantwort etc.).

Alle Infektionen, sichtbare und latent verlaufende, erhöhen die biologische Variabilität und haben zur Folge, dass eine grössere Anzahl Tiere für den Versuch notwendig sein wird.

Infektionen in Tieren können auch dazu führen, dass biologische Materialien, wie Transplantations-tumore, Gewebe, Zelllinien und Seren mit Erregern kontaminiert sein können. Beim Einsatz solcher Materialien in anderen Tieren, werden wiederum diese mit den Erregern infiziert.

Weiterhin ist zu beachten, dass einige Mikroorganismen auch Zoonoseerreger sind und den Menschen infizieren können.

Aus den genannten Gründen ist es daher äusserst wichtig, dass alle mit Tieren arbeitenden Institutionen ein Health Monitoring Programm für ihre Versuchstiere etablieren. Das Health Monitoring von Versuchstieren aus Zuchten und Experimentellen Einheiten, ist ein integrierter Bestandteil aller Qualitätskontrollsysteme, wie z.B. der „Good Laboratory Praxis“ (GLP), International Organization for Standardization (ISO) oder andere.

Literatur:
1. Implications of infectious agents on results of animal experiments. Laboratory Animals. 33, 1999, S1:39-87

2. Recommendations for the health monitoring of rodent and rabbit colonies in breeding and experimental units. Laboratory Animals. 36, 2002, 20-42

3. Health monitoring of non-human primate colonies. Laboratory Animals. 33, 1999, S1: 1-18

4. FELASA recommendations for the health monitoring of breeding colonies and experimental units of cats, dogs and pigs. Laboratory Animals. 32, 1998, 1-17

5. FELASA recommendations for the health monitoring of experimental unit of calves, sheep and goats. Laboratory Animals, 34, 2000, 329-350